Ich ziehe 30 Zoll beim Compound und will zum Langbogen wechseln.
Versuch doch mal probeweise einen Miet-Recurve aus, da kannst du über den Wurfarmwechsel auch die Pfundzahl regulieren. Der Recurve wäre als ein weicher Übergang zum Langbogen bestimmt nicht schlecht.
Wenn du gleich an einen reinen Holzbogen denkst: da sind 30 Zoll schon recht problematisch, der Bogen muss mindestens 68 bis 70 Zoll haben, perfekt getillert sein und aus einem Holz bestehen, das diese Belastung auch verkraftet. Osage wäre gut, ist bei dieser Länge aber recht schwer (ordentlicher Handschock). Den perfekten Tiller wirst du als Anfänger natürlich nicht hinkriegen, die schwächste Stelle im Bogen wird wahrscheinlich sofort nachgeben (weich werden oder Kompressionsrisse kriegen), aber dadurch kann man natürlich am besten lernen. Probier es vielleicht mal mit einem Stück Ulme, mannshoch, breiter Wurfarmquerschnitt, pyramidale Form, sehr schmale Nocken, ohne großartige Griffpartie (optimal, wenn du auf dem letzten Zoll Auszug eine leichte Bewegung im Griff wahrnimmst). Der Bogen wird vermutlich etwas stringfollow kriegen und nicht besonders schnell werden, aber mit etwas Glück 30 Zoll Auszug verkraften.
Mein Vorschlag: der Weg zurück zum Ursprünglichen sollte Schritt für Schritt erfolgen, denn die Umstellung ist schon enorm. Also erst mal Recurve, dann glaslaminierter Langbogen, dann Holzbogen.
VA